Es gibt die Legende, dass Kaiser Franz Joseph I. von Österreich
im Jahr 1854 anlässlich der Heirat mit Elisabeth von
Österreich-Ungarn („Sisi“) den östlichen Teil des
Zugspitzgipfels seinem Vetter Ludwig (damals war er noch nicht
König und erst 9 Jahre alt) schenkte.[3] Der Hintergrund für
diese Geschichte liegt wohl in der Tatsache begründet, dass das
1851 auf dem Westgipfel errichtete, vergoldete Kreuz für
Renovierungsarbeiten 1881 ins Tal gebracht und danach 1882 auf
dem Ostgipfel wieder aufgestellt wurde, weil auf dem Westgipfel
inzwischen eine Bergsteigerunterkunft entstanden war. Nicht der
(Ost)Gipfel, der sich bereits seit über 500 Jahren auf
bayerischem bzw. freisingischem Gebiet befindet, ist verschenkt
worden, sondern lediglich das Gipfelkreuz wurde versetzt. Der
im Karwendelvertrag von 1766 festgeschriebene Grenzverlauf
zwischen Werdenfels und Tirol auf der Zugspitze wurde durch den
Grenzberichtigungsvertrag zwischen Bayern und Tirol 1844
bestätigt und seither nicht mehr verändert.